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Reges Treiben herrschte am Freitag Nachmittag im Schulgarten der Grundschule Moritzberg: Nach 4 Monaten Bauzeit war es nun endlich soweit: Das Insektenhotel wurde am 5. Februar 2010 im Schulgarten offiziell eröffnet und seiner „Bestimmung“ übergeben. Die Klasse 2c, ihre Klassenlehrerin und Projektleiterin, Kirsten Brunotte und die Studentin Barbara Franke, warten nun auf die ersten Gäste. Standesgemäß durfte ein Band durchschnitten werden und es gab (Kinder-)Sekt und einen kleinen Imbiss.

Im Rahmen der Kooperation der Grundschule Moritzberg mit der Universität Hildesheim, Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht, hatte Frau Franke dankbar das Angebot angenommen, ihre Masterarbeit über ein sehr praxisbezogenes Thema schreiben zu können. So einigte man sich schnell auf das Thema „Insektenhotel“. Viele Aspekte konnten hier vereint werden, u.a. den Kindern die Notwendigkeit des Schutzes von wild lebenden Tieren, in diesem Fall den Insekten, deutlich zu machen. Der Lebensraum dieser Tiere wird zunehmend eingeschränkt oder vernichtet, insofern ist es notwendig, für sie geeigneten Lebensraum zu schaffen. Dies ist für die Schüler am Beispiel der Wildbienen sehr anschaulich dargestellt worden.

Fleißig und geschickt sägten sie eigenständig Holzstämme, schnitten Bambus und verschiedene markhaltige Stängel, bohrten Löcher in Baumstücke, zimmerten eine Lehmkiste füllten Tonziegel und die Kiste mit Lehm, bauten einen Florfliegenkasten, um dann das „Hotel“ mit diesen Materialien und Werkstücken auszustatten. Auch die Schulgarten-AG des 4. Jahrgangs beteiligte sich an diesen Arbeiten.

In mehreren Projekttagen, auch draußen  „vor Ort“ und auch bei Regen und Schnee, wurde dann zunächst der Rahmen des Hotels mit tatkräftiger Unterstützung einiger engagierter Väter errichtet. Für das leibliche Wohl sorgten mehrere Eltern, indem sie ihren Kindern selbstgebackenen Kuchen mitgaben oder sogar frische Muffins und Kuchen in den Schulgarten brachten. Das Projekt konnte aus dem Siegerpreisgeld der Initiative „SEI  EIN  FUTURIST“, initiiert von der Drogeriemarkt-Kette  dm und der UNESCO-Kommission finanziert werden. Ziel von „SEI  EIN  FUTURIST“ war es, junge Menschen dazu anzuregen, sich nachhaltig für eine lebenswerte Zukunft zu engagieren. Sie sollte zugleich auf die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufmerksam machen, die die Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufen haben. Ihr Ziel ist es, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in der Bildung zu verankern. Die Schülerinnen und Schüler nehmen mit ihrem „Insektenhotel“ an einem weiteren Wettbewerb teil, den der „Pala-Verlag“  ausgeschrieben hat. Auch hier erhoffen sie sich einen Siegerpreis.




konnte die Projektleiterin des Schulgartens der Grundschule Moritzberg, Kirsten Brunotte, zusammen mit ihrem Schulleiter Eberhard Meier, ihrer Kollegin Else Kruse und einer Abordnung von vier Schulkindern in Empfang nehmen. Vor gut 4 Jahren hatte der damalige 1. Vorsitzende der Gartenfreunde Bockfeld, Jürgen Siehl ,die Idee, der Schule einen leerstehenden Garten anzubieten. Dass dies eine hervorragende Idee war, zeigt sich darin, dass mittlerweile aus dem zuvor etwas öden Garten ein kleines Schmuckkästchen geworden ist. Den Scheck erhielt die Schule aus der Hand der Mitarbeiterin der Drogeriekette dm, Sandra Dorn. Zusammen mit der deutschen UNESCO -Kommission war bundesweit zu einem Wettbewerb aufgerufen worden; Motto:“ Sei ein Futurist; die Welt auch für zukünftige Generationen erhalten .“  Mehr als 50.000 junge Menschen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Neben der Grundschule erhielt auch der 13. Jahrgang des Andreanum einen Scheck über 1000 Euro. In dem Schulgarten, der von den 2. und 4. Klassen der Schule bewirtschaftet wird, findet praktischer Unterricht statt. Die 4 Schulkinder, Vanessa, Ellena, Joel und Magnus packten kleine Tüten mit Sämereien aus dem Schulgarten und verteilten diese neben Lavendelsträußchen an die Passanten.


Das zeigt von links: Rektor Eberhard Meier, Else Kruse, Elena, Vanessa, Joel, Magnus, Kirsten Brunotte und im Vordergrund die Mitarbeiterin des dm Drogeriemarktes Sandra Dorn.                             
                                             Walter Wallott, Pressewart 


Die Gartensaison ist nun in vollem Gange. Tulpen und Narzissen sind verblüht und die Rosen und andere Sommerblumen erfreuen uns. Viele Schüler/innen bemühen sich um die Pflege des Schulgartens. Der Kampf gegen unerwünschte Wildkräuter ist dabei manchmal nicht ganz leicht. In diesem Fall kommt uns die Trockenheit dieses Frühjahrs ein wenig zugute.

In den Schülerbeeten geht es hier und da nur zögerlich voran. Organisatorische Schwierigkeiten, gefräßige Schnecken und Vögel oder auch die Trockenheit, lassen maches Beet nicht so üppig wachsen, wie wir es uns erhofft hatten. Aber das sind eben die nicht immer idealen Bedingungen, die das Leben prägen. Erfolgreich verlief wieder der Radieschenanbau. So große Exemplare haben wir bisher selten geerntet (wurden sie immer schon vorher von den Schülern vertilgt?).

Und auch die Anzucht der Sonnenblumen gelingt recht gut, so dass wir guter Hoffnung sind, dass sie uns in einigen Wochen mit herrlichen Blüten erfreuen werden. Schülerinnen der Klasse 2 haben sie im Klassenraum vorgezogen und pflanzen sie jetzt aus. Die Kartoffeln sind wie immer ein dankbares Gemüse und machen selten Schwiergkeiten in unserem doch etwas lehmigen, harten Gartenboden. Die Johannisbeeren zeigen schon leichte Röte. Ob wir sie noch vor den Sommerferien (Beginn 25.6.09) ernten können? Da die Ferien dieses Jahr sehr früh zu Ende sind (4.08.09), werden wir wohl in den Genuss der sehr sehr leckeren Birnen in unserem Schulgarten kommen.

Auch um das neue Gerätehaus herum geht es weiter. Die ersten Borde sind gesetzt, so dass hoffentlich bald die Platten gelegt werden können.
Aber es soll im Schulgarten nicht nur gearbeitet werden. Auch für Klassenfeste ist es ein idealer Ort. Hier kann gegrillt und auch gezeltet werden.
Im August 09 wird es wieder eine Kooperation zwischen der Uni Hildesheim und unserer Schule geben. Dann entsteht im Rahmen der Masterarbeit einer Studentin ein Hotel für Insekten im Schulgarten. Wir sind sehr gespannt darauf.

Herzliche Grüße die Kinder und Lehrkräfte der GS Moritzberg/Hildesheim



Schulgartenbericht vom März 2009

Der lange Winter und der häufige Regen ließ unsere Arbeiten im Schulgarten nur stockend in Gang kommen. Dennoch waren wir nicht untätig in den vergangenen Monaten.  Die Schulgarten-AG topfte unermüdlich Blumenzwiebeln ein. Liebevoll wurden kleine Schilder zur Kennzeichnung der verschiedenen Sorten gefertigt. Mittlerweile sind die meisten Frühblüher verkauft und der Erlös wird für die Aufstockung des Werkzeugs im Werkraum verwendet. Weiterhin wurden eifrig Kompostkisten gezimmert, die diese Woche endlich draußen im Schulgarten fertig montiert werden konnten.   Und noch etwas hat sich „draußen“ getan: die Baumstümpfe am Gerätehaus  wurden gefräst, so dass der sehnlichst erwartete nächste Schritt erfolgen  kann: Platten legen! Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren.
Immer wieder unterstützen uns tatkräftige Helfer!
In den Schülerbeeten regt sich hier und da nun etwas: Tulpen und Narzissen schieben ihre Blätter aus der kalten Erde der Sonne entgegen, ein paar Krokusse sind schon erblüht. Die Winterlinge wurden schon von mutigen Bienen besucht.   Nach den Osterferien werden die Schüler/innen dann hoffentlich endlich wieder mit der Beetbearbeitung und dem Aussäen beginnen können.  

Herzliche Grüße die Kinder und Lehrkräfte der Gs Moritzberg/Hildesheim


Hildesheim, im Januar 2009

Die großzügige Spende der Henkelstiftung (siehe Schulgartenbericht August 2008) machte es noch im Oktober 08 möglich, dass dringend notwendige größere Gerätehaus zu kaufen und aufzustellen. Dank der Hilfe einiger sehr engagierter Eltern, Kinder und Freunde unserer Schule, stand die „Hütte“ bald an ihrem vorgesehenen Platz. Einige Restarbeiten („Dach decken“) und der Außenbereich sind noch fertig zu stellen.

Die Werkstätten der AWO bauten uns freundlicher Weise eine Geräteaufhängung und zwei Regale, so dass im Innern für Ordnung und Übersicht gesorgt ist. Unser Schulgarten bescherte uns eine große Apfelernte im Herbst 2008. Viele Kinder unserer Schule kamen dadurch in den Genuss selbst geernteter, biologischer Äpfel. Auch die Koch-AG machte sich den Apfelsegen zu Nutze kochte Apfelmus, buk Apfelmuffins und Apfelkuchen. Leider mangelte es uns noch an erwachsenen Helfern, um wirklich alle Äpfel ernten und verwerten zu können.
Mittlerweile gibt es neben der Schulgarten-AG im 4. Jahrgang (die Gruppen wechseln vierteljährlich) auch im 2. Jahrgang eine im Stundenplan fest eingefügte Schulgartenstunde. Im Schuljahr 2008/2009 bauen diese Schüler/innen einen Fühlpfad. Jetzt, da der Boden tief gefroren ist, beschäftigen sie sich mit dem Thema „Vögel im Winter“.
Die Schulgarten-AG kümmert sich um die Pflege des gesamten Gartens und bewirtschaftet eigene Beete. Dort bauen die Schüler/innen Kartoffeln, Erbsen, Radieschen u.v.a. mehr an oder gestalten ein Beet mit bunten Sommerblumen. Im Winter stellen sie Nistkästen her und erfahren einiges über Gartengeräte, Komposthaufen, usw. Für den im März statt findenden Frühlingsmarkt wurden viele Blumenzwiebeln eingetopft. Diese sollen dort verkauft werden. Der Erlös wird der Anschaffung von Werkzeug für den Werkraum der Schule zu Gute kommen.

Nun warten wir sehr auf den bald eintreffenden Frühling und die ersten Frühjahrsboten (Winterlinge, Schneeglöckchen) im Schulgarten. Dann können wir wieder draußen aktiv werden.
Herzliche Grüße
die Kinder und Lehrer der GS Moritzberg/Hildesheim



Am 10. Juli 2008 war es dann soweit: Die Kräuterpyramide war fertig! Innerhalb von nur 4 Wochen errichtete die Klasse 4c der Gs Moritzberg in Zusammenarbeit mit Lena Paulmann, Studentin der Uni Hildesheim, im Rahmen ihrer Masterarbeit diese Pyramide. Die Mädchen und Jungen schleppten Steine, bauten Mauern, stampften Kies, füllten Erde auf und pflanzten zu guter letzt die Kräuter an ihren vorgesehenen Platz. Dabei  galt es, die unterschiedlichen Standortansprüche der Gewürzkräuter zu berücksichtigen. So bevorzugt z.B. Schnittlauch einen sonnigen bis halbschattigen Standort, nährstoffreichen und feuchten Boden, Thymian und Salbei bevorzugen einen sonnigen Platz und trockenen, kalkhaltigen Boden. Freundlich unterstützt wurden wir mit Geräte- und Pflanzenspenden vom Grünen Landhaus/Ochtersum und der Gärtnerei Petra Marheinecke, Ochtersum! Es grüßen herzlich die Kinder und Lehrkräfte der GS Moritzberg Kirsten Brunotte (Projektleiterin)

Die Kräuterpyramide
Eine Kräuterpyramide ist – ähnlich wie eine Kräuterspirale - eine Beetform, die nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch die Ansprüche der verschiedenen Kräuterarten, wie zum Beispiel Feuchtigkeit, Nährstoffgehalt und Licht, bedient. Durch ihre rechteckige Form ist eine Kräuterpyramide für die Schulpraxis wesentlich einfacher zu bauen und zu pflegen als eine Kräuterspirale. Sie bietet den Kräutern auf kleinem Raum das von ihnen benötigte, unterschiedliche Kleinklima. Selbst Grundschüler können diese Pyramide nach einer Einweisung ohne große Hilfestellung selbst herstellen.   Die Kräuterpyramide besteht aus drei Stufen, die aus Feldsteinen gebaut werden. Die unterste misst 1,50m mal 1,80m. In ihrem Kern sorgt  Grobkies bei Regen für eine gute Dränage. In Trockenzeiten dagegen kondensiert dieser bei nächtlicher Abkühlung die Feuchtigkeit aus der Luft, so dass sie von den Pflanzen genutzt werden kann.  Die nach Norden ausgerichtete Seite wird nicht abgestuft, sondern als fast senkrechte Wand gebaut, so dass auch jüngere Schüler alle Kräuter erreichen können.  

In einer Zusammenarbeit des Instituts für Sachunterricht und Grundschuldidaktik der Uni Hildesheim und der Grundschule Moritzberg (Projektleiterin Schulgarten: Kirsten Brunotte) wurde diese Kräuterpyramide von der Klasse 4c mit viel Arbeitseifer erstellt.   Im Rahmen ihrer Masterarbeit führte die Lehramtsstudentin Lena Paulmann dieses Projekt, in dem auch eine Interviewreihe stattfand, durch. Von Seiten der Uni Hildesheim wurde sie von Frau Prof. Dr Hauenschild (Inst. F.SU und Gs-Didaktik) betreut.


Hildesheim, im Mai 2008
Nach langer Winterpause, die aber dennoch zu dem einen oder anderen genutzt wurde – die Schulgarten- AG und die Klasse 4c bauten Nistkästen und bereiteten, wenn die Witterung und die Bodenverhältnisse es zuließen, das Staudenbeet vor- trifft man jetzt immer wieder die Schüler und ihre Lehrkräfte im Schulgarten an, um die Beete für die Saison vorzubereiten und den gesamten Garten zu pflegen. Nach wie vor schwierig gestaltet es sich für die Kinder, den hiesigen schweren Boden zu hacken und zu einem feinkrümeligen Untergrund herzurichten. Auch ein Anhänger voll Sand schafft hier nur ein bisschen Abhilfe. So hoffen sie noch auf die Unterstützung des Vereins „Gartenfreunde Bockfeld“, der mit einer Fräse die Ackerfläche zu einem „kinderfreundlicheren“ Arbeitsfeld vorbereiten könnte. In den vergangenen Wochen erfuhr der Schulgarten noch viel erfreuliche Unterstützung. Durch Initiative der Projektleiterin entstand Kontakt zur Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgärten, deren Koordinatorin für Niedersachsen, Frau Neuhaus-Närmann, im Schulbiologiezentrum Hannover, Vinnhorster Weg, arbeitet. Diese führte ein langes und informatives Beratungsgespräch mit Frau Brunotte (Projektleiterin) und gab 30 Pflanzen für das neu angelegte Staudenbeet mit nach Hildesheim. Des weiteren gibt es seit April 2008 eine Kooperation mit der Universität Hildesheim, Fachbereich Sachunterricht. Eine Studentin wird im Rahmen ihrer Masterarbeit mit Schülern zusammen eine Kräuterspirale oder –pyramide errichten.
Auf Anfrage seitens Frau Brunotte zeigte sich das Grüne Landhaus, Ochtersum, sehr wohlwollend und spendete Gartengeräte, Saatgut und Pflanzkartoffeln, so dass es jetzt so richtig los gehen kann im Garten. Auch der Förderverein der GS Moritzberg unterstützt den Schulgarten, in diesem Fall mit einer Geldspende, so dass weiteres Material angeschafft, der Rasenmäher betankt und eine ständige Infotafel über den Schulgarten im Gebäude der Schule hergerichtet werden kann.
Dank auch allen Helfern, die hier ungenannt sind und immer wieder tatkräftig mit anpacken, wenn es Schweres zu bewegen gilt. Nun hoffen wir, dass es einen schönen Sommer gibt, so dass die Mühen der Kinder mit reicher Ernte und vielen bunten Blüten belohnt werden.
Es grüßen herzlich die Kinder und Lehrkräfte der GS Moritzberg
Kirsten Brunotte (Projektleiterin)





Das Bild zeigt Frau Brunotte ( rechts ) im Gespräch mit interessierten Eltern Wer hätte das gedacht ? Als der Garten im Frühsommer 2005 der Grundschule Moritzberg als Schulgarten zur Verfügung gestellt wurde, sah er ein wenig verwildert aus. Was man gestern zu sehen bekam, ließ einen staunen. Unter der Anleitung ihrer Lehrer haben die Kinder der Klassen 1 – 4 es tatsächlich geschafft, ein blühendes und grünes Fleckchen Erde zu erschaffen. Die Klassenlehrerin der 3c , Frau Kirsten Brunotte, ist als Projektleiterin für den Garten verantwortlich. Einmal pro Woche sucht sie den Garten jeweils mit der Hälfte ihrer Klasse auf. Dann wird gemäht, gepflanzt und gesät. 9 von insgesamt 16 Klassen der Grundschule beteiligen sich an dem Projekt. Dass sich fast täglich eine Klasse in dem Schulgarten befindet, konnte man gestern an den gut gepflegten Beeten erkennen. Pro Klasse stehen ca. 3 qm Anbaufläche zur Verfügung. Was angepflanzt wird bestimmt die Klasse selbst. Die einen mögen Sonnenblumen, die anderen Blumen allgemein und wieder andere bevorzugen Gemüse. Aus den geernteten Äpfeln wird Apfelsaft gepresst, und die Johannisbeeren werden zu Marmelade verarbeitet. Es wird in dem Garten aber nicht nur angebaut und geerntet, sondern auch der eine oder andere Sachunterricht durchgeführt. Eine Apfelblüte in der Natur ist interessanter und spannender als im Lehrbuch. Auch das Bestaunen des „ Innenlebens" eines Komposthaufens ist vor Ort interessanter als im Klassenzimmer. Auch für die Eltern der Schulkinder ist der Garten geöffnet. Wir wünschen uns natürlich, dass der eine oder andere Elternteil uns an den Nachmittagen oder am Wochenende die etwas schwereren Arbeiten abnimmt. Wenn dann hinterher noch jemand gemütlich im Garten sitzen möchte, hat die Projektleiterin nichts dagegen. Es ist auch nicht verboten, in dem Garten zu grillen. Zum Tag der offenen Gartentür waren viele Eltern erschienen, um die von ihren Kindern geleistete Arbeit zu bestaunen. Auch der 1. Vorsitzende der Gartenfreunde Bockfeld, Reinhard Kühne, der Rektor der Grundschule Moritzberg, Eberhard Meier und seine Vertreterin Friderieke Hoff-Elfers ließen es sich nicht nehmen, die Blütenpracht im Schulgarten zu bestaunen.

Das Bild zeigt Frau Brunotte ( rechts ) im Gespräch mit interessierten Eltern.


Der Schulgarten der Grundschule Moritzberg in der Kleingartenanlage Bockfeld e. V. hat „Zuwachs“ bekommen. Stellvertretend für alle Schüler nahm die Lehrerin der 3c, Petra Opitz, vor einigen Tagen einen Motorrasenmäher in Empfang. Die Gartenfreunde Rasche und Gellern hatten den Artikel in der HAZ gelesen, in dem die Schule um Geräte für ihren Schulgarten bat. Als sie sich einen neuen Mäher zulegten, gab es kein großes Überlegen. Der noch gut erhaltene Mäher hat jetzt einen neuen Platz im Schulgarten. Nach der Übergabe wollte jeder aus der 3c eine Runde mit dem Mäher drehen. Der Vorsitzende des Vereines, Jürgen Siehl, fand das Verhalten seiner Gartenfreunde nachahmenswert.

Das Bild zeigt Frau Opitz mit ihren Schülern und dem Mäher im Schulgarten


26.Mai 2006
Was machen 20 Kinder am Vormittag in der Kleingartenanlage Bockfeld e. V.?
 Zusammen mit ihrer Sachunterrichtslehrerin Petra Opitz besuchte die 3c der Grundschule Moritzberg „ihren“ Kleingarten. Der Kleingärtnerverein hatte der Schule im Jahre 2005 einen cirka 500 Quadratmeter großen Garten kostenlos zur Verfügung gestellt.
Nachdem einige Eltern das Gelände auf  Vordermann gebracht hatten, ging es los. Besonders eifrig zeigte sich die Klasse 1d mit ihrer Klassenlehrerin Frau Zempel. Sie konnte viele Eltern mobilisieren mitzuhelfen. Ein- bis zwei mal pro Woche ist die 1d im Schulgarten.
Die Klassenlehrerin der 2a, Frau Herschel, hat sich mit ihrer Klasse speziell auf Frühblüher, Sommerblumen und Kräuterbeete spezialisiert. Bleibt noch Frau Brunotte, Klassenlehrerin der 2c, die sich auf die planerischen Dinge rund um den Garten kümmert. Dabei wird sie von Frau Kruse und Frau Zempel unterstützt. Einige der Schüler kommen auch nach dem Unterricht in die Anlage, um nach den neuesten Stand  der Blumen, Sträucher und Bäume zu sehen. Für Petra Opitz war das Angebot des Vereins ein Glücksfall. „Ich muss den Kindern kein Bäume und Sträucher im Sachbuch zeigen, wir uns die Originale in unserem Garten an.“ Die acht bis neun Jahre alten Mädchen und Jungen sind begeistert bei der Sache: „Wir haben zuhause selber einen großen Garten, aber hier ist es auch sehr schön,“ sagt die achtjährige Katja. „Ich bin auch schon oft zum Gießen hier gewesen. “Marvin, neun Jahre alt, hat ein Löwenmäulchen eingepflanzt. „Mann kann richtig sehen wie es jeden Tag wächst“, sagt der Grundschüler. Einigen der Mädchen gefällt offensichtlich die gelbe Blühte des Löwenzahns. Mehrere von ihnen haben sich Kränze gebunden und aufgesetzt. Die einzelnen Klassen haben einige Beete abgesteckt. Es gibt Blumenbeete, Kräuterbeete sowie verschiedene Bäume auf dem Grundstück. Aber auch eine große Rasenfläche zum Spielen und Toben wartet auf die Kinder. Was dem Schulgarten noch fehlt, sind Arbeitsgeräte und ein kleiner Schuppen. „ Es wäre schön wenn wir – auch gebrauchte – Geräte geschenkt bekommen“, sagt Petra Opitz. Die Klasse 3c, die sie in Sachkunde unterrichtet, beteiligt sich zur Zeit an einer Aktion der Zeitschrift „tu was“. Derzeit dreht sich bei dieser Aktion alles um den Apfel. Was lag näher, als sich einen Apfelbaum im Schulgarten anzusehen. Gespannt lauschen die Kinder der Lehrerin, die die Blüten des Baumes erklärt.
Dieser Unterricht macht offensichtlich allen großen Spaß. Jürgen Siehl, Vorsitzender des Kleingärtnervereins, hat mit dem Schulgarten offensichtlich das richtige Händchen gehabt. „Ich hoffe, dass wir schon in den Kindern die Freude am Garten wecken können, vielleicht sind sie die Gartenfreunde der nächsten Jahre."